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Natur verrückt

Erstmals Haselnussgeist an Fachschule Gießhübl erzeugt
LR Teschl-Hofmeister: „Erweiterung des bäuerlichen Feinkostladens steigert die regionale Wertschöpfung“

An der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Gießhübl wird intensiv an der Veredelung und Vermarktung von bäuerlichen Produkten gearbeitet. So kultivierte man zu Versuchszwecken eine Anlage mit speziellen Haselnusssträuchern. Nach der ersten Ernte der Haselnüsse im vorigen Jahr gab es nun die Premiere für den selbst erzeugten Haselnussgeist.

„Bislang war die Kultivierung von Haselnusssträuchern eher eine Domäne von südlicher gelegenen Ländern. An der Fachschule Gießhübl wird nun gezeigt, dass auch hierzulande die Hasel gut wächst und eine reiche Ernte beschert. Die Veredelung der Früchte zum Haselnussgeist eröffnet vielversprechende Perspektiven für die Zukunft“, betont Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. „Damit wird der Feinkostladen der LFS Gießhübl um ein weiteres bäuerliches Produkt erweitert, womit die regionale Wertschöpfung gesteigert wird. Zudem kommt dieses innovative Betriebskonzept den Schülerinnen und Schülern zugute, die bei der Pflege der Sträucher und der Verarbeitung der Haselnüsse tatkräftig mithelfen“, so Teschl-Hofmeister.

„Vor fünf Jahren wurden die Haselnusssträucher gepflanzt, um Erfahrungen bei der Sortenwahl und der Behandlung zu sammeln. Nach der ersten Ernte im letzten Herbst ging es an die fachgerechte Veredelung. Die Haselnüsse wurden geröstet und anschließend in Alkohol eingelegt. Danach erfolgte die Destillation“, betont Direktor Gerhard Altrichter. „Der Haselnussgeist ist stark nachgefragt und erlebt derzeit einen ungeahnten Aufwärtstrend, ähnlich wie Gin. Vor allem auch deswegen, weil die Haselnussspirituose mit Aromen von Nougat, Karamell und Schokolade den Gaumen exzellent besticht“, so Altrichter.

„Es wurden die Sorten Hallesche Riesennuss, Rote Zeller Nuss und Webbs Preisnuss kultiviert, die erstaunlich gut mit den Klima- sowie Bodenverhältnissen zurechtkommen. Sie zeigen ein sehr gutes Wachstum und reiche Erträge“, betont Fachlehrerin Maria Resch. „In der Obstbaupraxis führen die Schülerinnen und Schüler die fachgerechte Pflege durch. Auch bei der Ernte und beim Rösten der Haselnüsse sind die Jugendlichen eifrig im Einsatz“, so Resch. Im schuleigenen Ab-Hof-Laden „Gießhübler Manufakturei“ gibt es den 42,9-prozentigen Haselnussgeist neben zahlreichen selbst erzeugten Produkte zu erwerben.